Apple-Geräte effizient verwalten – Im Interview mit Philippe Lindegger und Michael Schuler

Was macht Mosyle zur idealen Lösung für Apple-Geräte im Unternehmen? Unser CEO Philippe Lindegger und Apple-Experte Michael Schuler verraten im Interview, wie zentrale Sicherheit funktioniert, welche Tools den Unterschied machen und wie moderne Apple-IT in der Praxis aussieht.

Apple-Geräte effizient verwalten – Im Interview mit Philippe Lindegger und Michael Schuler

Setzen Sie auf Apple-Geräte? Dann sind Sie eines der zahlreichen Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Ob vom einzelnen MacBook bis hin zu kompletten Apple-Arbeitsumgebungen: Mit der Hardware allein ist es nicht getan. Sicherheit, zentrale Verwaltung und klare Prozesse spielen eine ebenso wichtige Rolle. Unser CEO Philippe Lindegger und System Engineer Apple Solutions Michael Schuler berichten aus der Praxis, welche Vorteile moderne Apple-Umgebungen bieten und worauf Unternehmen bei Aufbau und Betrieb achten sollten.

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«Ein sicheres Setup beginnt mit der richtigen Strategie.»

Philippe Lindegger, CEO a&f systems ag

a&f systems: Philippe, Michael, ihr seid a&f-Apple-Profis. Was macht Device-Management wie Mosyle Fuse aus eurer Sicht so wertvoll?

Philippe:  Aus Management-Sicht liegt der grösste Vorteil im zentralen Device-Management: Alle Arbeitsstationen entsprechen den definierten Security-Richtlinien der Firma. Das schafft Sicherheit für das Management, auch gegenüber den Anforderungen des Verwaltungsrats.

Gerade im Bereich CyberSecurity wird die Verantwortung oft vollständig der IT überlassen. Das kann bei einem Cyber-Vorfall fatale Folgen haben, denn der Verwaltungsrat trägt gemäss Art. 716a und 754 OR die oberste Verantwortung (sprich Haftung) und delegiert die operative Umsetzung ans Management. Mit einer zentralen Geräteverwaltung kann die IT den Systemstatus jederzeit auswerten und transparent gegenüber der Geschäftsleitung aufzeigen. Und so unangenehme Überraschungen vermeiden.

Michael: Die cloud-native, auf Apple spezialisierte MDM-Lösung bietet klare Vorteile: Neue Geräte sind dank Apple Business Manager bereits vor dem ersten Einschalten mit Mosyle verknüpft und konfigurieren sich automatisch nach Firmenvorgaben – inklusive Software, Einstellungen und Sicherheitsrichtlinien.

Das sorgt für eine einheitliche Clientlandschaft und reduziert den Supportaufwand deutlich. Gleichzeitig entfällt durch die Cloud-Architektur die Notwendigkeit von On-Premises-Servern oder VPN-Verbindungen. Geräte lassen sich jederzeit und von überall verwalten oder bei Bedarf auch aus der Ferne löschen. Durch die integrierten Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselungs‑, Compliance‑ und Web‑Security‑Policies entfällt in vielen Fällen der Einsatz zusätzlicher Einzelprodukte. Das reduziert Komplexität und verringert Angriffsflächen. Und durch verschiedene Reporting-Funktionen wissen die Kunden jederzeit, wie es ihrer Geräteflotte geht.

Das Zusammenspiel aus Management, Automatisierung und Security in einer Plattform sorgt insgesamt für mehr Effizienz, höhere Sicherheit und ein deutlich einfacher zu betreibendes Apple-Ökosystem.

Effizient arbeiten mit Apple-Geräten

a&f systems: Welchen Vorteil bieten Apple-Devices im Arbeitsalltag?

Philippe: Ich persönlich arbeite seit Jahren tagtäglich mit meinem MacBook Air und iPhone. Die langen Akkulaufzeiten und das intuitive System sorgen für effizientes Arbeiten. Auch die Microsoft365-Applikationen (Outlook, Teams, Word, Excel, Powerpoint etc.) sind mittlerweile so nahtlos in die Apple-Welt integriert, dass es keine Hürden mehr gibt. Seit macOS und iPadOS immer mehr ineinander fliessen, nutze ich vermehrt mein iPad inkl. Apples Tastatur-Case. Mit integrierter Sim-Karte bin ich überall mobil und kann uneingeschränkt arbeiten. So macht es Spass!

Michael: Apple-Devices sehen nicht nur toll aus, sondern Hardware und Betriebssystem kommen aus einer Hand und sind deshalb perfekt aufeinander abgestimmt. Die hohe Hardware-Qualität und lange Kompatibilität mit aktuellen, kostenlosen OS-Updates senken den Refresh-Zyklus. Apple legt neben der Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit auch einen besonderen Schwerpunkt auf Sicherheit. Aus Sicht der Mitarbeitenden bieten Macs, iPads und iPhones klare Vorteile: die intuitive Bedienung ermöglicht einen schnellen Einstieg, was den Schulungsaufwand minimiert und die Produktivität erhöht. Viele Nutzer kennen Apple‑Geräte bereits aus dem privaten Umfeld, das erhöht die Akzeptanz und führt zu weniger Supportanfragen.

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Strategie statt Zufall: Wie Unternehmen ihre Umgebung neu denken sollten

a&f systems: Was ratet Ihr Kunden, die ihre Umgebung komplett neu aufsetzen wollen bzw. ihre bestehende Umgebung hinterfragen?

Philippe: Die IT soll in Abstimmung mit dem Management eine Strategie erarbeiten. Das tönt komplex, ist es aber nicht. Es geht in erster Linie um die Frage, welche Anforderungen man an die Arbeitsstationen stellt:

  • Müssen sie mobil oder stationär sein?
  • Welche Anwendungen werden darauf betrieben?
  • Werden Daten lokal, auf dem Server oder in der Cloud gespeichert?

Wir beraten unsere Kunden betreffend der empfohlenen Modell-Wahl und erstellen ein auf den Kunden angepasstes Angebot inklusive nötiger Optionen wie Monitor, Garantie-Erweiterung, Maus/Tastatur und sonstigem Zubehör. Wenn es zum Auftrag kommt, installieren und integrieren unsere Spezialisten bei Bedarf das Ganze und kümmern sich auch um zentrale Verwaltung und Softwareverteilung.

Michael: Mit der Einführung von MDM bietet Apple eine vollintegrierte Möglichkeit, Geräte zu verwalten. Man sollte dieses Werkzeug unbedingt nutzen – die Zeit des «Turnschuh-Netzwerks» (bei dem sich der Supporter von Gerät zu Gerät angelt und Software installiert oder neue Einstellungen setzt) ist vorbei. Jetzt kann zentral automatisiert werden. So bleibt mehr Zeit übrig, um sich den immer herausfordernderen Sicherheitsaspekten zu widmen. Es sollte zudem budgetiert und beachtet werden, dass eine Umgebung nicht starr ist, sondern sich dauernd weiterentwickeln soll.

Neben der strukturierten Clientverwaltung ist auch die Wahl der Datenablage und deren Backup elementar. Lokaler Server, NAS, Clouddienst oder gar hybrid? Die perfekte Auswahl variiert je nach Datentyp, -grösse und benötigten Zugriffszeiten. Auch hier beraten wir gerne individuell. 

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a&f systems: Wie sieht die ideale Apple-Umgebung in einem Unternehmen aus?

Philippe: Eine ideale Umgebung basiert auf bedarfsgerechter Hard- und Software inklusive Anwendersoftware, die über ein MDM wie Mosyle zentral verwaltet wird. Sicherheitsrichtlinien sind damit jederzeit durchgesetzt, Updates erfolgen automatisiert über Lösungen wie FileWave oder Munki.

Je nach Anforderungen kommen Speicherlösungen wie ein lokales NAS direkt vor Ort oder bei uns im Datacenter als persönlicher Cloud Speicher. Entscheidend ist zudem die regelmässige Betreuung durch Spezialisten. So bleiben Systeme und Anwendungen stets aktuell, die Sicherheit ist gewährleistet – und der Kunde kann sich voll auf seine Kernaufgaben konzentrieren.

Michael: Eine ideale Umgebung ist eine gepflegte Umgebung. Das heisst technisch aktuell, übersichtlich strukturiert und konsequent standardisiert.

  • Raus mit den Geräten, die keine aktuellen Betriebssysteme mehr unterstützen und somit keine Sicherheitspatches von Apple erhalten.
  • Klare Standardkonfigurationen für Geräteeinstellungen, Netzwerke, Verschlüsselung und Passwortrichtlinien setzen.
  • Wildwuchs von Software reduzieren, durch eine kuratierte Unternehmens‑App-Bibliothek, die stets aktuelle Versionen bietet.
  • Keine Admin-Rechte für Endbenutzer.
  • Saubere Inventarisierung und standardisiertes Onboarding und Offboarding.
  • Überdachte Hardware-Auswahl. So macht z. B. ein MacBook Pro, das den Arbeitsplatz nie verlässt, wenig Sinn.

Das heisst: Kontinuierliches Hinterfragen und Mitwachsen. Eine Umgebung aufzubauen, die dann für vier Jahre ohne weitere Pflege betrieben wird, ist nicht mehr zeitgemäss.

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Projekte aus der Praxis: Wenn Strategie und Umsetzung zusammenpassen

a&f systems: Gibt es ein Kundenprojekt, das euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

Philippe: Für mich persönlich ist sicher das über mehrere Monate andauernde Apple-Workplace-Projekt bei der Migros eine bleibende Erinnerung. Wir durften zusammen mit der lokalen IT die als Insellösung betriebenen Systeme in ein zentrales Management integrieren. Von der Ist-Aufnahme über die MDM-Konfiguration und Software-Paketierung bis zum Rollout von mehreren hundert Stationen haben wir unsere bereits über 40-jährige Praxis-Erfahrung in der Integration von Apple in Business-Umgebungen eingebracht. Das Projekt war ein Erfolg und somit dürfen wir seit vielen Jahren erfolgreich mit der Migros zusammenarbeiten und verwalten mittlerweile alle Genossenschaften zentral mittels MDM und Softwareverteilung. Natürlich hat jedes unserer Projekte seine eigene Geschichte. Unser Ziel ist immer dann erreicht, wenn der Kunde von der Beratung bis zur Umsetzung vollumfänglich zufrieden ist und sagen kann, dass genau das umgesetzt wurde, was ihm auch der Consultant versprochen hatte.

Michael: Das erste Mal im produktiven Umfeld: Die Einführung von Mosyle in der eigenen Umgebung der a&f systems ag. Am eigenen Leibe lernt man am schnellsten und besten und wir waren anschliessend gerüstet, durch unsere eigenen Erfahrungen den Kunden von Anfang an praxisnahe und überdachte Einstellungen zu bieten.

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Philippe Lindegger und Michael Schuler der a&f systems sprechen über Mosyle

a&f systems: Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen, wenn es um ihre IT-Umgebung und Devices geht?

Philippe: Security und Lifecycle-Management, sprich Budget. Ich empfehle hier unsere unterstützenden Checklisten in Ruhe anzuschauen und gemäss den jeweiligen Gegebenheiten der eigenen IT-Umgebung einzuordnen. Anschliessend kann man die offenen Punkte entsprechend priorisieren und einen Zeitplan für deren Erledigung erarbeiten. Hier unterstützen wir bei Bedarf gerne die lokale IT, die dann die erreichten Erfolge dem Management vorlegen kann.

Michael: Am Ball zu bleiben und Innovationen zu wagen. Wer stehen bleibt, verliert.

Die IT entwickelt sich schneller weiter, als viele Unternehmen reagieren können. Neue Sicherheitsanforderungen, hybride Arbeitsmodelle und steigende Erwartungen der Mitarbeitenden verlangen nach flexiblen, modernen Lösungen. Gleichzeitig müssen Kosten, Komplexität und Betrieb stabil bleiben. Das ist ein Balanceakt, der ohne klare Strategie schnell zur Belastung wird. Unternehmen müssen heute mutig genug sein, alte Strukturen zu hinterfragen und offen sein für Technologien, die ihnen helfen, effizienter, sicherer und zukunftsorientierter zu arbeiten.

a&f systems: Vielen Dank Philippe und Michael für diesen spannenden Einblick!

Apple-Geräte bieten Unternehmen viele Vorteile, sei es Benutzerfreundlichkeit oder Sicherheit. Entscheidend ist jedoch, wie die Umgebung aufgebaut und verwaltet wird. Mit klaren Strategien, zentralem Gerätemanagement und kontinuierlicher Pflege entsteht eine IT-Landschaft, die nicht nur stabil und sicher läuft, sondern auch Raum für Innovation schafft.

Haben Sie Fragen rund um Ihre Apple-Umgebung? Wir sind gerne für Sie da!