Rückblick Webinar Teil 2: Layout auf Knopfdruck – Wie WoodWing AILA Zeitungs- und Magazinseiten automatisiert
Am 24. April zeigten Matthias Fischer und Christoph Brun in Teil 2 unserer Webinarreihe zur Layout-Automatisierung wie automatisiertes Layout in der Praxis funktioniert. Jetzt den Rückblick lesen – oder die Aufzeichnung ansehen!
Erstellt von Marina Schinner am 30.04.2026 in Redaktion & Publishing , Webinare

Im zweiten Teil unserer Webinarreihe zur Layout-Automatisierung am 24. April stand WoodWing AILA ((a-f.ch/produkte/woodwing-aila/ )) im Fokus. Matthias Fischer und Christoph Brun zeigten, wie automatisiertes Layout in der Praxis funktioniert, welche Rolle Templates, Artikelstrukturen und Metadaten spielen – und wie aus vorbereiteten Inhalten per Knopfdruck nahezu fertige Seiten entstehen.
Zum Einstieg ordnete Matthias Fischer das Thema nochmals in den grösseren Kontext ein. Denn Layout-Automatisierung ist nicht nur eine Softwarefrage, sondern ein Prozessthema. Damit automatisierte Seiten sinnvoll entstehen können, braucht es klare Strukturen, vorbereitete Inhalte, passende Metadaten und definierte Regeln. Ziel ist es nicht, Kreativität oder journalistische Arbeit zu ersetzen. Vielmehr sollen Routineaufgaben reduziert, Produktionsprozesse beschleunigt und Freiräume für bessere Inhalte geschaffen werden.
WoodWing AILA: Automatisierung direkt im Publishing-Workflow
Anschliessend stellte Christoph Brun WoodWing AILA vor. Die Lösung ist nahtlos in WoodWing Studio ntegriert und ermöglicht es, den Print-Workflow ohne Systembruch abzubilden.
Dabei arbeitet AILA nicht als Blackbox. Die Hoheit bleibt beim Menschen: Das System schlägt Layouts vor, platziert Inhalte und erzeugt Seiten – die Redaktion oder Produktion entscheidet, prüft und gibt frei.
Grundlage dafür sind sogenannte Blueprints und Article Shapes. Blueprints definieren den Seitenaufbau, Article Shapes bestimmen, wie einzelne Artikel gestaltet werden. Aus dieser Kombination entstehen zahlreiche Layoutvarianten, aus denen das System passende Vorschläge generiert.
Live-Demo: Von der leeren Seite zum fertigen Layout
Im Zentrum des Webinars stand die Live-Demo. Christoph Brun zeigte direkt in WoodWing Studio, wie eine Ausgabe vorbereitet ist, wie Artikel, Bilder und Anzeigen in der Publikationsübersicht zusammenlaufen und wie die Layout-Automatisierung gestartet wird.
Dabei wurde sichtbar: AILA kann ganze Ressorts oder einzelne Seiten automatisiert befüllen. Anzeigenflächen werden berücksichtigt, Artikel nach Priorität eingeordnet und Inhalte passend platziert. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit, manuell einzugreifen – etwa bei der Gewichtung eines Artikels, der Platzierung auf einer bestimmten Seite oder der Anzahl der verwendeten Bilder.
Nach dem Start der Automatisierung erzeugt das System InDesign-Seiten, die anschliessend weiterbearbeitet, geprüft und freigegeben werden können.
Feinschliff mit Kontrolle: Copyfit und Versionenvergleich
Ein weiterer Teil der Demo zeigte, wie mit Textübersatz umgegangen werden kann. Entweder wird das Layout manuell angepasst – beispielsweise durch eine kleinere Bildplatzierung – oder der Text wird mit AI Copyfit gekürzt.
Auch hier bleibt die Kontrolle beim Anwender: Die KI macht Vorschläge, die Satz für Satz angenommen, abgelehnt oder angepasst werden können. Über den Versionenvergleich lässt sich zudem genau nachvollziehen, welche Änderungen vorgenommen wurden.
Praxisbeispiel DPG Media
Matthias Fischer gab anschliessend einen Einblick in den Praxiseinsatz bei DPG Media. Der Fokus in diesem ersten Pilotprojekt lag zunächst auf Lokalseiten – ein sinnvoller Einstieg, da hier bei vielen Ausgaben und wiederkehrenden Strukturen besonders grosses Automatisierungspotenzial besteht. Anhand dieser Erfahrungen aus der Praxis wurde WoodWing AILA weiterentwickelt und ist heute sowohl bei DPG Media als auch bei weiteren Kunden bereits produktiv im Einsatz.
Ausblick: Was auf der Roadmap steht
Zum Abschluss zeigte Christoph Brun, welche Funktionen künftig geplant sind. Dazu gehören unter anderem eine stärkere Unterstützung für Magazine, eine visuellere Vorschau, die Möglichkeit zur erneuten Layout-Generierung sowie KI-gestützte Anpassungen der Templates.
Gerade für Magazinstrecken über mehrere Seiten sieht a&f vielversprechendes Potenzial. Gleichzeitig wurde deutlich: WoodWing AILA entwickelt sich laufend weiter – auch auf Basis konkreter Kundenprojekte und Praxisanforderungen.
Fragen aus der Praxis
In der abschliessenden Fragerunde ging es unter anderem darum, ob AILA auch mit digitalen Artikeln funktioniert, wie künftig mit Textübersatz umgegangen wird, ob das System eher Template-basiert arbeitet und wie das Kostenmodell aufgebaut ist.
Die Antworten zeigten: Viele Funktionen sind bereits nutzbar, weitere stehen auf der Roadmap. Gleichzeitig bleibt der Einstieg stark abhängig vom jeweiligen Workflow, der Anzahl Seiten und den konkreten Anforderungen eines Medienhauses.
Fazit: Automatisierung mit menschlicher Kontrolle
Das Webinar machte deutlich: WoodWing AILA kann Redaktionen und Produktionsabteilungen spürbar entlasten. Besonders dort, wo viele Seiten, klare Strukturen und wiederkehrende Layouts zusammenkommen, entstehen grosse Effizienzpotenziale.
Der entscheidende Punkt bleibt jedoch der Prozess dahinter. Wer Inhalte sauber vorbereitet, Workflows klar definiert und Automatisierung gezielt einsetzt, kann Layoutproduktion deutlich beschleunigen – ohne die Kontrolle über Gestaltung, Qualität und Markenbild abzugeben.
































