Rückblick Webinar Teil 2: Schluss mit Routineaufgaben – Wie automatisierte KI-Workflows Verlage entlasten
Am 11. Dezember fand das zweite Webinar der Reihe mit Purple statt – Christoph Brun und Benjamin Kolb zeigten, wie KI nicht als «Copy-Paste-Tool», sondern als integrierter Helfer im Redaktionsalltag wirkt. Wir geben Ihnen einen Rückblick!
Erstellt von Marina Schinner am 09.01.2026 in a&f , Webinare

Weniger Routine, mehr Redaktion: In unserem gemeinsamen Webinar mit Purple am 11. Dezember 2025 haben wir gezeigt, wie Verlage durch automatisierte KI-Prozesse konkret Zeit sparen, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben. Künstliche Intelligenz sinnvoll und effizient in Ihre Workflows integrieren – wir fassen Ihnen das Wichtigste zusammen. Oder werfen Sie einen Blick in die Aufzeichnung:
Einordnung: Warum KI-Workflows jetzt relevant sind
Nach einer kurzen Vorstellung des Publishing Circle ordnete Christoph Brun zu Beginn die aktuelle Situation ein: mehr Kanäle, kürzere Zyklen, weniger Ressourcen – und gleichzeitig der Anspruch, Qualität und Vielfalt zu halten. Der Schlüssel liegt deshalb nicht in «KI macht alles», sondern in Agenten und Workflows, die Routinearbeit übernehmen und so Zeit für kreative und investigative Aufgaben freispielen.
Purple Prompt: KI direkt im Editor – zentral gesteuert
Anschliessend zeigte Benjamin Kolb (Sprylab), wie KI in Purple bereits heute produktiv eingesetzt wird: über eine zentrale Prompt-Verwaltung, die Qualität, Sprache und Output konsistent halten sollte – inklusive Versionierung und Vergleich, damit Änderungen nachvollziehbar blieben.
Das Prinzip: Prompts können Metadaten erzeugen, SEO-Titel und Descriptions vorschlagen, Social Posts oder Push-Nachrichten generieren – und auf Wunsch auch gebündelt per «One Click» ausführen.
KI-Workflows & Agenten: automatisieren – aber mit definiertem Ablauf
Als nächstes erklärte Benjamin Kolb, was KI-Workflows (und optional Agenten) ausmacht: ein definierter Ablauf mit Trigger, Datenquellen, Modellen und einem klaren Ziel – mit Redaktion im Loop (inkl. Freigaben, Protokollen und Monitoring).
Wichtig ist auch die Abgrenzung: KI lohnt sich vor allem bei wiederkehrenden, klaren Prozessen, hohem Volumen und Zeitdruck – weniger bei einmaligen, hochindividuellen Aufgaben oder fragilen Systemlandschaften.
Drei Live-Beispiele, die hängen bleiben
Inbox-Automatisierung (Pressemitteilungen): Neue Mails werden geprüft, bewertet und strukturiert ins Redaktionssystem übernommen – inklusive Relevanz-Score, damit Redaktionen zuerst sehen, was sich wirklich lohnt.
Topic Discovery (z. B. via Google Alerts): Externe Quellen werden laufend gescannt, zusammengefasst und nach Relevanz/Lokalbezug bewertet – als Themenliste für Konferenz und Planung.
Reporter App: Vor Ort erfasste Inhalte (Audio, Bilder, Video) werden verarbeitet, transkribiert und als Artikel-Entwurf im CMS angelegt – mit dem Ziel, schneller von der Recherche zur publizierbaren Story zu kommen.
Abschluss & Ausblick
Nach der Beantwortung der gestellten Fragen gaben die Hosts einen Ausblick auf Teil 3 der Reihe am 22. Januar 2026:
«Vom E-Paper zur Digital Edition: Wie Verlage jetzt umsetzen, was sonst nur Branchengrössen konnten»
Das erwartet Sie:
- Warum jetzt handeln? E-Paper-Wachstum ist zwar ungebrochen, aber statische PDFs stossen an ihre Grenzen bei Nutzererwartung und Monetarisierung
- Praxiseinblicke: Erfahren Sie, welche Rolle das E-Paper in der Gesamtstrategie von Galledia Regionalmedien spielt und wie der Verlag seine E-Paper-Abos in den letzten Jahren deutlich steigern konnte
- Klassisches E-Paper vs. Digital Edition: Was den Unterschied macht und warum Premium-Features nicht mehr Premium-Budgets erfordern
- Engagement & Abos steigern: Consent-freier Analytics, Split View und Personalisierung ohne Entwicklungsaufwand
- Mehr verdienen mit Digital Editions: Integrierte Werbung, Bundles, automatisches Multichannel-Publishing (Podcast, Newsletter)
- a&f F&A: Ihre Fragen, unsere Antworten

































