Livingdocs Summit 2026: Medienzukunft zwischen KI, Transformation und neuen Workflows
Zwei Tage, viele Impulse und ein klarer Blick nach vorn: Beim Livingdocs Summit 2026 in Frankfurt diskutierte die Publishing-Community über KI, neue Nutzungsgewohnheiten, durchgängige Workflows und die Zukunft moderner Publishing-Systeme. Philippe Lindegger und Matthias Fischer waren für die a&f systems vor Ort.
Erstellt von Matthias Fischer am 18.09.2026 in Redaktion & Publishing

Am 8. und 9. September 2026 wurde der F.A.Z. Tower in Frankfurt zum Treffpunkt der Publishing-Community. Der Livingdocs Summit brachte Expertinnen und Experten aus Medien und Technologie zusammen – und stellte zentrale Fragen zur Zukunft der Branche: Wie verändert KI den Journalismus? Wie erreichen Medienhäuser neue Zielgruppen? Und welche technologische Basis braucht modernes Publishing?
Für die a&f systems waren CEO Philippe Lindegger sowie Sales Consultant Matthias Fischer vor Ort. Das Fazit:
«Eine sehr angenehme, offene und persönliche Atmosphäre, spannende Impulse und vor allem viel Gelegenheit zum direkten Austausch mit Verlagen, Technologiepartnern und dem Livingdocs-Team.»
Matthias Fischer, Sales Consultant a&f systems ag
Welchen Wert hat Vertrauen im Zeitalter der KI?
Den inhaltlichen Auftakt machte Carsten Knop, Herausgeber der F.A.Z., mit seiner Keynote «The End of Truth – Media in a Race against Algorithms». Im Mittelpunkt stand eine Frage, die für Medienhäuser zunehmend an Bedeutung gewinnt: Welchen Wert haben vertrauenswürdige Medienmarken in einer Welt, in der immer mehr Inhalte automatisiert erzeugt werden?
Cai Tore Philippsen, Managing Editor von FAZ.NET, knüpfte mit «Don’t hurt the brand!» direkt daran an. Wie können Medienhäuser ihre Produkte und Formate verändern und jüngere Zielgruppen erreichen, ohne dabei ihre journalistische Identität und ihre bestehende Leserschaft aus den Augen zu verlieren?
Zwei unterschiedliche Perspektiven, die eines deutlich machten: Technologische Veränderung und journalistische Identität müssen gemeinsam gedacht werden.

Neue Wege zum Content
Wie stark sich auch der Medienkonsum verändert, zeigte Nic Newman vom Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford. In seiner Keynote blickte er auf aktuelle Entwicklungen im Nutzungsverhalten und präsentierte unter anderem Ergebnisse einer Befragung von 280 Medienverantwortlichen aus 51 Ländern.
Eine zentrale Entwicklung: Die klassische Suche verliert an Bedeutung, während Video, Audio, Social Media und KI-basierte Zugänge wichtiger werden. Für Medienhäuser stellt sich damit nicht nur die Frage, welche Inhalte sie produzieren, sondern zunehmend auch, über welche Formate und Wege diese ihre Zielgruppen erreichen.
Vom einzelnen Tool zum durchgängigen Workspace
Besonders spannend war der Blick auf die weitere Entwicklung von Livingdocs. Gabriel Hase und Lukas Peyer präsentierten die Vision und Roadmap der Plattform. Planung, Medien, redaktionelles Arbeiten und Publishing sollen künftig noch stärker in einem durchgängigen Workspace zusammengeführt werden.
Damit greift Livingdocs eine Entwicklung auf, die sich auch in vielen Gesprächen während des Summits zeigte: Der Fokus verschiebt sich zunehmend von einzelnen, isolierten Tools hin zu durchgängigen Content-Workflows und integrierten Systemlandschaften.
Genau darüber wurde auch abseits der Bühne intensiv gesprochen. In den Networking-Pausen, beim Flying Dinner am ersten Abend und beim gemeinsamen Lunch am zweiten Tag ging es unter anderem um KI, Automatisierung, Content-Workflows, Print und Digital sowie die Frage, wie die Publishing-Systemlandschaft der Zukunft aussehen kann.
Das CMS wird zur zentralen Plattform
Dietmar Wallner von Wallner Media Consulting betrachtete diese Entwicklung aus einer übergeordneten Perspektive. Seine These: Das CMS entwickelt sich vom reinen Redaktionswerkzeug zunehmend zur zentralen technologischen Plattform. Content, Workflows und Automatisierung laufen dort zusammen – und künftig auch KI-basierte Agenten.
Dieser Ansatz passt auch zu den Themen der a&f systems. Denn wenn Content und Prozesse immer stärker in durchgängigen Workflows zusammengeführt werden, muss auch Print darin seinen Platz finden. Mit unseren Ansätzen zur Print Layout Automation knüpfen wir genau hier an und verbinden moderne Content-Prozesse mit einer weitgehend automatisierten Printproduktion.
Zwei Tage voller Austausch und neuer Impulse
Neben den Vorträgen war es vor allem der persönliche Austausch, der den Livingdocs Summit auszeichnete. Die offene Atmosphäre und die Location im F.A.Z. Tower boten den passenden Rahmen, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam einen Blick auf die nächsten Entwicklungen im Publishing zu werfen.
Nach zwei Tagen in Frankfurt bleibt vor allem ein Eindruck: Die Zukunft des Publishings liegt nicht in immer mehr einzelnen Werkzeugen. Entscheidend wird sein, Content, Systeme und Prozesse intelligent miteinander zu verbinden – von der Planung und Content-Erstellung über Automatisierung und KI bis zur Ausspielung in digitale und gedruckte Kanäle.
Vielen Dank an Livingdocs und die F.A.Z. für zwei spannende Tage, neue Perspektiven und den persönlichen Austausch in Frankfurt!





























































