Rückblick Webinar: Content Creation heute – wie Adobe Firefly, Partnermodelle und Adobe Stock Kreativ-Teams unterstützen
Wie schöpfen Sie das volle Potenzial Ihrer Adobe Creative Cloud aus? Am 17. September fand unser spannendes Adobe-Webinar statt. Wir haben Ihnen das Wichtigste zusammengefasst – oder werfen Sie einen Blick in die Aufzeichnung.
Erstellt von Marina Schinner am 21.09.2026 in Webinare

Bilder generieren, Videos erstellen, Assets bearbeiten oder ganze kreative Workflows automatisieren: Generative KI verändert die Content Creation grundlegend. Doch welche Möglichkeiten bietet Adobe bereits heute – und wie lassen sie sich sinnvoll in bestehende kreative Prozesse integrieren?
Genau darum ging es in unserem Webinar «Content Creation heute – wie Adobe Firefly, Partnermodelle und Adobe Stock Kreativ-Teams unterstützen». Gemeinsam mit Creative Technologist Joely Tafanalo und unserem Adobe- und Lizenzexperten Guido Strassmann zeigte Christoph Brun, welche Möglichkeiten das Adobe-Ökosystem für Kreativteams bereithält – von Adobe Firefly über integrierte Partnermodelle und Adobe Stock bis hin zu den passenden Lizenzmodellen.
Mehr als Bilder generieren: Adobe Firefly als Kreativplattform
Adobe Firefly ist längst mehr als ein Tool zur reinen Bildgenerierung. Die Plattform bündelt verschiedene generative Funktionen für Bilder, Videos, Audio und Grafiken und lässt sich direkt im Browser nutzen. Gleichzeitig ist die Firefly-Technologie in Adobe-Anwendungen wie Photoshop, Illustrator, InDesign und Premiere Pro integriert.
Im Webinar zeigte Joely Tafanalo anhand konkreter Beispiele, wie sich aus einem einfachen Prompt erste Bildideen entwickeln und anschliessend weiterbearbeiten lassen. Bestehende Bilder können als Referenz dienen, Elemente entfernt oder verändert und Inhalte für unterschiedliche Anwendungsfälle weiterentwickelt werden.
Auch Bewegtbild spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Mit Firefly lassen sich Videos generieren und bestehende Inhalte bearbeiten. Je nach verwendetem Modell stehen dabei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Hinzu kommen Funktionen wie die KI-basierte Verbesserung von Sprache, die Generierung von Soundeffekten oder die Erstellung von Videos mit virtuellen Avataren.
Firefly und Partnermodelle: das passende Modell für den jeweiligen Anwendungsfall
Eine Besonderheit von Firefly ist die Integration verschiedener externer Partnermodelle. Kreativteams müssen damit nicht zwingend zwischen unterschiedlichen Plattformen wechseln, sondern können verschiedene Modelle innerhalb der Firefly-Umgebung einsetzen.
Welches Modell das beste Ergebnis liefert, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten. Je nach gewünschtem Stil, Medium und Anwendungsfall können die Resultate unterschiedlich ausfallen. Im Webinar wurde deshalb deutlich: Auch mit generativer KI bleibt die Erfahrung der Kreativprofis entscheidend. Die Auswahl des passenden Modells, ein gutes Prompting und die Bewertung der Ergebnisse bleiben Teil des kreativen Prozesses.
Ideen gemeinsam entwickeln mit Firefly Boards
Wie sich KI auch in frühen Konzeptionsphasen einsetzen lässt, zeigte ein Blick auf Firefly Boards. Die kollaborative Arbeitsfläche eignet sich beispielsweise für Moodboards, Storyboards, Briefings und die gemeinsame Ideenentwicklung.
Bilder, Grafiken und weitere Assets können auf einem Board zusammengeführt, kombiniert und direkt mit generativen Funktionen weiterentwickelt werden. Auch Creative-Cloud-Inhalte lassen sich einbinden. Teams können so gemeinsam an Ideen arbeiten und beispielsweise aus Skizzen und Referenzbildern erste Visualisierungen für Kampagnen, Shootings oder Videoprojekte entwickeln.
Besonders anschaulich wurde dies am Beispiel eines Storyboards: Aus einer Skizze und einer visuellen Referenz entstand zunächst eine Szene. Diese konnte anschliessend als Grundlage für weitere Szenen mit konsistentem Stil und wiederkehrenden Figuren dienen.
Wenn KI repetitive Arbeit übernimmt
Besonders interessant für professionelle Kreativteams sind die Möglichkeiten rund um Creative Production und generative Workflows. Hier lassen sich einzelne Arbeitsschritte miteinander verbinden und wiederkehrende Aufgaben automatisieren.
Das Webinar zeigte beispielsweise, wie auf Basis von Vorlagen, Produktbildern, Prompts und Datensätzen unterschiedliche Assets automatisiert erstellt werden können. Auch Aufgaben wie das Freistellen einer grösseren Anzahl von Bildern lassen sich als Workflow abbilden.
Der entscheidende Vorteil: Statt einzelne Assets immer wieder manuell zu bearbeiten, wird der Prozess einmal definiert und anschliessend auf zahlreiche Inhalte angewendet. Gerade bei grossen Mengen an Varianten und Formaten eröffnet das erhebliches Potenzial für effizientere Produktionsprozesse.
Eigene Bildwelten und unveränderte Produkte
Für Unternehmen mit klar definierten Markenwelten bietet Firefly weitere Möglichkeiten. Eigene Modelle können mit einer bestehenden Bildsprache beziehungsweise einem bestimmten Stil trainiert werden. Anschliessend lassen sich neue Inhalte auf dieser Grundlage generieren.
Ebenfalls relevant für Marketing und Produktkommunikation ist «Object Composite». Dabei kann beispielsweise ein bestehendes Produktbild in eine KI-generierte Umgebung eingebettet werden, ohne dass das eigentliche Produkt durch die Generierung verändert wird.
Adobe Stock trifft generative KI
Auch Adobe Stock wird zunehmend mit KI-Funktionen verbunden. Stock-Inhalte lassen sich direkt in kreative Prozesse integrieren und teilweise bereits innerhalb der Plattform bearbeiten. So kann beispielsweise ein Stockbild zunächst angepasst und erst anschliessend für das konkrete Projekt lizenziert werden.
Die enge Verzahnung mit Photoshop, Illustrator, InDesign und weiteren Adobe-Anwendungen reduziert dabei Medienbrüche. Assets können gesucht, getestet, bearbeitet und anschliessend in den gewohnten Adobe-Workflows weiterverwendet werden.
Welches Adobe-Lizenzmodell passt?
Zum Abschluss brachte Guido Strassmann Licht in den Adobe-Lizenzdschungel. Denn wie umfangreich Stock- und Firefly-Funktionen genutzt werden können, hängt auch vom gewählten Lizenzmodell ab.
Die Creative Cloud Pro für Teams bildet die Basis und umfasst neben den Creative-Cloud-Anwendungen unter anderem Acrobat Pro, Adobe Express Premium sowie grundlegende Firefly-Funktionen und generative Credits.
Die Creative Cloud Pro Plus für Teams erweitert dieses Angebot unter anderem um die unbegrenzte Nutzung von Adobe-Stock-Standard-Assets und umfangreichere Firefly-Möglichkeiten. Sie richtet sich insbesondere an Marketing-, Kommunikations- und Kreativteams, die generative KI und Stock-Inhalte regelmässig einsetzen.
Für grössere Organisationen bietet die Creative Cloud Edition 4 for Enterprise zusätzliche Funktionen rund um Administration, Identitätsmanagement, Sicherheit, Compliance und Support sowie einen erweiterten Funktionsumfang bei Adobe Stock und Firefly.
Seit August 2026 lässt sich Adobe Firefly für Teams zudem als eigenständiges Produkt lizenzieren. Dafür stehen unterschiedliche Pakete mit verschiedenen Kontingenten an generativen Credits zur Verfügung.
Fazit: KI wird Teil des kreativen Workflows
Das Webinar machte deutlich: Der Mehrwert generativer KI liegt nicht allein darin, auf Knopfdruck Bilder zu erzeugen. Spannend wird es vor allem dort, wo KI in bestehende kreative Prozesse integriert wird – von der ersten Idee über Bild-, Video- und Audioproduktion bis zur automatisierten Erstellung zahlreicher Varianten.
Gleichzeitig bleibt der Mensch ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses. Welches Modell eignet sich für welchen Anwendungsfall? Wie muss ein Prompt aufgebaut sein? Welches Ergebnis entspricht der eigenen Bildsprache und den Anforderungen des Projekts? Generative KI liefert neue Werkzeuge – die kreative und fachliche Entscheidung bleibt beim Menschen.












































